Samstag, 31. Dezember 2011

Wir wünschen allen ein frohes neues Jahr 2012!

Und hier ein Gedicht/Rezept, das bestimmt der/dem ein oder anderen bekannt ist:

Rezept für das neue Jahr
Man nehme 12 Monate
putze sie ganz sauber von Bitterkeit,
Geiz, Pedanterie und Angst,
zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird jeden Tag einzeln angerichtet
aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz,
ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.
Dann wird die Masse reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man
mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit

Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808), Mutter v. Johann Wolfgang von Goethe


Und ca. 250 Jahre später, Quelle unbekannt:

Schöne, neue Welt?
Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien.
Mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit.
Mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen.
Mehr Freiheit, aber größere Probleme.

Wir rauchen, essen und trinken zu viel,
lachen zu wenig, fahren zu schnell,
regen uns zu schnell auf,
bleiben zu lange auf, sehen zu viel fern,
haben keine Stille, besinnen uns zu selten!

Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert,
Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr, wie man lebt.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber den Jahren nicht mehr Leben.
Wir kommen zum Mond, aber nicht an die Türe des Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns.

Vielleicht ist es Zeit, sich zu fragen, was wirklich wichtig ist.

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